SpielRaum nach Emmi Pikler

Im Pikler SpielRaum

Das typische Kletter-Dreieck im SpielRaum

„Der Säugling muss nicht „amüsiert“ werden, er benötigt keine komplizierten Spielsachen. Stunden-, tage-, sogar monatelang spielt er mit den einfachsten Gegenständen, die ihm in die Hände geraten, und immer mit größter Aufmerksamkeit, mit größtem Interesse und Vergnügen. Und monate-, sogar jahrelang beschäftigt er sich mit seinem eigenen Körper, seinen Bewegungen und Bewegungsmöglichkeiten. Nur darf er darin nicht gestört werden.
Emmi Pikler

In meinem Spiel- und BewegungsRaum möchte ich Kindern ermöglichen, ihre eigenen Erfahrungen zu machen. Sie haben Zeit, um sich selber im Spiel, in der Bewegung und im Kontakt mit anderen Kindern zu erleben. Kinder finden bei mir einfaches, ansprechendes Spielmaterial und Bewegungselemente vor, die sie in Ruhe erkunden können. Die Eltern lade ich ein zu genießen, dass sie nicht viel tun müssen, außer aufmerksam die Aktivität ihres Kindes zu beobachten und sich daran zu erfreuen. Achtung: Das kann zu einer sehr erholsamen Stunde werden!

Die Gesprächsabende dienen dazu, über das im SpielRaum Erlebte sowie über Themen, die das Zusammenleben mit Kindern betreffen, zu sprechen.

Die Aufmerksamkeit der Bezugspersonen im SpielRaum soll den Kindern Sicherheit geben, dass sie jederzeit Nähe und Zuneigung erhalten können, wenn sie das brauchen. Ein Kind, das diese Sicherheit spürt, kann sich neugierig und ausdauernd der Erkundung seiner Umgebung widmen und sich dadurch aktiv Wissen aneignen.

Jean Piaget war schon zu seiner Zeit überzeugt:

„Das Kind ist ein aktives Wesen und seine Aktivität unterliegt den Gesetzen des Interesses und innerer wie äußerer Bedürfnisse. Spiel ist authentischer Ausdruck und wirksamstes Lernmittel des Kindes. Das Kind strebt danach, erwachsen zu werden, nicht, indem es alles umfassend erklärt und vorgezeigt bekommt, sondern indem es mit eigenem Einsatz forscht und selbstständige Erfahrungen macht.

Wir können im SpielRaum beobachten, dass Kinder stets jene Herausforderungen suchen, welche für sie im Moment sinnvoll sind. Sie wissen genau, was sie interessiert. Deshalb finde ich es nicht notwendig, Kinder anzuleiten, zu motivieren oder zu loben. Mein liebstes Zitat dazu kommt von dem Begabtenforscher Heinrich Jacoby: „Das Kind anregen zu müssen, das glauben wir nur, weil wir zu wenig Ahnung davon haben, was jeder Mensch an Entfaltungsmöglichkeiten mit auf die Welt bringt.“

Manche Vorhaben gelingen den Kindern nicht gleich auf Anhieb, doch gerade diese Situationen können sehr hilfreich sein, um Neues zu lernen. Ich finde es immer wieder wunderbar zu beobachten, wie das unermüdliche Probieren der Kinder sie zu neuen Strategien führt und vor allem dazu, dass sie zufrieden und stolz sind. Emmi Pikler drückte das so aus:

„Der Säugling lernt im Lauf seiner Bewegungsentwicklung nicht nur sich auf den Bauch drehen, nicht nur das Rollen, Kriechen, Sitzen, Stehen oder Gehen, sondern er lernt auch das Lernen. Er lernt, sich selbstständig mit etwas zu beschäftigen, an etwas Interesse zu finden, zu probieren, zu experimentieren. Er lernt Schwierigkeiten zu überwinden. Er lernt die Freude und die Zufriedenheit kennen, die der Erfolg – das Resultat seiner geduldigen, selbstständigen Ausdauer – für ihn bedeutet.

Das sagen Eltern über meine Kurse
Nützliche Links für Eltern
Weitere Informationen zu Pikler-SpielRaum bei pikler-hengstenberg.at